Wieviel ist zu viel ?

Heute soll es um mein Leben gehen. Um mein ganz persönliches Leben. Mein Privatleben. Als YouTuberin gebe ich, vor allem in Vlogs, sehr viel von meinem Leben preis. Ich teile meine Liebe? Ich zeige mein Privatleben öffentlich? So ein richtiger Seelenstriptease in meinen "Gedanken zu später Stunde"? Nein, eben genau nicht! Und wie das bei mir funktioniert, erzähle ich euch in diesem Post. 


Ich stehe seit 1.5 Jahren mit meinem YouTube-Kanal in der Öffentlichkeit. Und damit meine ich nicht "Ich bin ein Promi und jeder kennt mich". Sondern mein YouTube-Kanal ist für jeden öffentlich. Ja, wirklich für jeden. Auch für meine Vorgesetzten, für Leute, welche mich nur vom Studium her kennen, für meine Dozenten und Referenten. Für so wirklich und richtig alle! 

 

Heisst das denn auch, dass ich ein offenes Buch bin? Nein, definitiv nicht. Viele Informationen kann man über meine Person dank Google herausfinden. Doch all diese Dinge sind für mich nicht wirklich ein Problem. Ich überlege und poste. Ich poste nicht und überlege dann, wie ich einen dummen Post wieder "korrigieren" kann. 

 

Ist ein Privatleben als YouTuberin, welche Instagram nur für die Verbreitung ihres Contents nutzt überhaupt möglich? Ist es sogar möglich, dass man sein Umfeld so weit "instruieren" kann, dass diese private Informationen zu meiner Person nicht ausplaudern? Kann ich überhaupt eine Trennung einer Beziehung hinter geschlossenen Türen halten?

 

Ja, kann man. Man muss nur wissen, wie man das eigene Privatleben schützen kann. Ich möchte euch ein wenig von meinen Erfahrungen, Regeln für mich selbst und vom Umgang mit Social Media erzählen.

 

Ich mache es der Einfachheit halber in Form eines "Q&A" (Question and Answer)

 

Wieviel gebe ich von meinem Privatleben preis?

Man kennt meinen vollständigen Namen, was in meinen Augen auch nicht schlimm ist. Man kennt mein Alter, den Ort, an dem ich aufgewachsen bin und man weiss, wo ich studiere. 

Doch was man nicht weiss: Was ich genau studiere. Bestimmt wissen das einige. Doch rede ich nicht darüber. Die Reaktionen zu meinem Beruf sind in der Regel folgende: "Ohjee, das könnte ich nie!", "Nein, wenn da ein Kind liegt..", "Kannst du noch abschalten am Abend?"..

Ich denke, die Richtung ist klar.. Gesundheitswesen. 

 

Meine Familie kennt man nicht auf Social Media. ICH habe mich für YouTube entschieden, nicht sie.

 

Kennt man immer gleich meinen Beziehungsstatus?

Definitiv nicht. Bevor ich eine Frau vor die Kamera "zerre" oder sie auf Instagram zeige, lernen wir uns kennen und geniessen die Zeit zusammen. Bei Kim war das beispielsweise so. Wir kannten uns bereits einige Monate, bevor ihr sie zu Gesicht und als meine Partnerin vorgestellt bekommen habt.

Geht eine Beziehung auseinander, so teile ich dies nicht mit. Ich poste auch keine verzweifelten Sprüche oder Hinweise zu einem möglichen Liebeskummer. Meine Social Media Seiten sind keine Tagebücher.

 

Zeige ich alles auf Instagram?

In der heutigen Zeit ist es sehr verlockend, coole und unvergessliche Momente möglichst auf Social Media teilen zu können. Das Posten geht schnell. Ein Foto, posten und fertig. Instagram-Story geht noch ausführlicher, denn man kann reden. Etwas in die Kamera erzählen, posten, fertig. 

"Gefährlich" ist es, wenn man im Ausgang ist und ein, zwei Bier intus hat und die Stimmung nach weiteren alkoholischen Getränken steigt. Dass ich Alkohol trinke muss ich nicht verstecken, da ich es nicht täglich mache. Doch unter Einfluss von Alkohol kann man schnell übermütig werden und etwas posten, was man am Tag darauf bereuen könnte. Deshalb habe ich mir angewöhnt, das Handy gar nicht erst hervor zunehmen, wenn ich nicht zu 100% sagen kann, dass ich am nächsten Tag nichts bereuen werde. 

 

Wissen meine Vorgesetzten von meinem YouTube-Kanal?

Ja, das wissen sie. Müssen sie auch, denn ich präsentiere mich in Videos aller Öffentlichkeit. Ich trenne jedoch die Bereiche YouTube und mein Studium klar. Bevor ich aus Versehen zu viel von spannenden Arbeitstagen zu erzählen beginne, sage ich gar nicht erst etwas dazu. So ist es mit meinem Arbeitgeber vereinbart. 

 

Verfolgt meine Familie meine Social Media Plattformen?

Ja, sie schauen fast alle meine Videos, was mich sehr freut. Bei Instagram oder Facebook schaut nur meine Mama ab und zu vorbei. 

 

Sind meine Freunde und Bekannte "gebrieft"?

Ja, sie wissen, welche Infos mir wichtig sind, nicht öffentlich zu teilen, über was ich nicht sprechen möchte und wieviel Privates ausgeplaudert werden darf. 

 

Das oberste Gebot?

Willst du etwas nicht preisgeben, dann poste es nicht!

Michelle vom Kanal "Mishallicious" hat mir einmal gesagt, dass wenn man etwas veröffentlicht und man kein Problem damit hätte, es am nächsten Tag in allen Zeitungen zu finden, dann ist es richtig.

 

Und mit diesen Worten verabschiede ich mich wieder von euch. Ich wünsche euch einen guten und schönen Sonntag und bis bald. 

 

Eure Simii