01. September 2017 / Reise nach Porto

Was für ein Tag! Leute, heute ging es endlich los. Um kurz nach 6 in der Früh verabschiedete ich mich von meinem Einhorn und begab mich an den Flughafen Zürich wo Laura bereits auf mich wartete. Was wir alles erlebt haben? Lest weiter.


Laura wartete schon ungeduldig vor der Migros am Flughafen Zürich. Nachdem wir gemütlich gefrühstückt hatten, wollten wir unsere Pilgerrucksäcke aufgeben. Für je CHF 45 konnten wir unser Hab und Gut mit auf die Reise nehmen. Nach der kurzen Aufregung schlenderten wir dann durch die Duty Free Shops und besorgten uns ein Buch für die Pilgerreise.

An Board der SWISS nach Genf sassen wir alleine in unserem "Dreierabteil" und wir machten uns breit. Leider dauerte der Flug gerade mal 35 Minuten und so konnten wir vom gedownloadeten Film gerade mal 20 Minuten gucken. 


In Genf hatten wir einen Aufenthalt von 2h, welchen wir mit Eyeshopping und Film gucken verbrachten. Irgendwann kam die Durchsage, dass die Maschine voll sei und nun alle ihr Handgepäck abgeben müssen. Hektik kam auf. Nur Laura und ich nahmen es gelassen. Im Flugzeug trafen wir in unserer Reihe auf einen höchst nervösen Mitpassagier. Laura verlor da bereits das erste Mal ein paar Nerven. Mit Film gucken konnten wir den Flug nach Porto, der Teilweise turbulent war, tip top überstehen und waren glücklich, als wir in Porto auf 25°C und Sonnenschein stiessen.


Noch kurz den wichtigsten Leuten Zuhause Bescheid gegeben, dass wir in Porto gelandet waren und dann kam die nächste Herausforderung: mit der Metro zu unserer vorgebuchten Unterkunft. Abgesehen davon, dass wir ca 4 Minuten vor dem Lift gestanden hatten, ohne zu bemerken, dass der Knopf nicht gedrückt war, wir 3 Mal hoch und wieder runterfuhren und auch im Lift ohne richtig den Knopf zu drücken einfach mal dekorativ da standen und wir selbstverständlich auch eine Station zu spät ausstiegen, verlief die Reise mit der Metro ganz gut. 


Nun gut, ewig weit von unserer Unterkunft entfernt fanden wir dann eine Touristeninformation und holten den ersten Stempel für den Pilgerpass. Ohne grosse Versuche per ÖV in die Unterkunft zu gelangen, nahmen wir uns für rund €4 ein Taxi. 


Jetzt wirds lustig. Denn in der Unterkunt angekommen, begrüsste uns ein, nach eigenen Angaben, 77 jähriger Mann. Reden war definitiv ein Hobby von ihm. Er bat uns, uns zu setzen. Jede in eine Ecke. So würden wir den Durchgang für die zahlreichen Gäste nicht versperren (Wir waren die einzigen Gäste). Wir nahmen die Stühle trotzdem vor den Tisch des netten Herrn.


Wenig später tauchte sein Sohn auf. Er führte uns zu unserem Zimmer, welches sich im Keller eines Hauses 2 Strassen weiter befand. Nach dem Türaufschliess-und-wiederzuschliess-Repetionskurs wies er darauf hin, dass wir unser Zimmer unter gar keinen Umständen öffnen sollen, sollte es klopfen. Im gleichen Atemzug bat er um einen positiven Eintrag bei der Hotelapp und versicherte uns, dass es ihm das Wichtigste sei, dass wir uns bei ihm in der Unterkunft wohl fühlen würden. Aha. Wir hoffen auf eine Überfallslose Nacht.


Nach ein wenig Porto erkunden und einem guten Essen mit einem eher verchillten Kellner kauften wir unser Frühstück im Supermercado ein und nun liegen wir erschöpft von der Reise auf den Betten rum. Bald wird geschlafen, denn morgen um 06:00 klingelt der Wecker.


Gute Nacht.