Ich melde mich nach zwei Wochen endlich wieder zurück. Ich musste nach Fribourg eine Zwangspause einlegen, da mich die Magen-Darm-Grippe in die Mangel nahm. Ich lag flach und meine Freundin holte mich nach Hause. Nach gemeinsamem Silvester und Kräfte sammeln bin ich nun wieder fit für den weiteren Weg.


Ich lasse jedoch den Teil in Frankreich vorerst aus, denn in dieser Jahreszeit ist er alles andere als angenehm zu begehen und die Unterkünfte sind kaum bis nie offen anzutreffen. So entschied ich mich gegen ein ständiges Busfahren wegen Winterverhältnissen und für den Wiedereinstieg in Roncesvalles.


Innerhalb von vier bis fünf Wochen werde ich den Camino Frances begehen. Ich kenne den Teil bis Burgos und dann von Leon nach Santiago bereits. Das Zwischenstück Burgos - Leon kommt dieses Mal dazu. 800 km werde ich nun unter meine Füsse nehmen. Ihr könnt wieder täglich dabei sein. 


Ich befinde mich gerade in der Öffentlichen und ungeheizten Herberge in Saint Jean Pied de Port wo ich morgen das Taxi nehmen werde um ab Roncesvalles zu pilgern. Die erste Etappe lasse ich aus, da ich mir 2016 auf der Etappe das Knie kaputt gemacht habe und ich nun riesen Panik schiebe, dass es wieder passiert. Der Auf- und Abstieg sind hart und steil. Und das direkt auf der ersten Etappe. Das gebe ich mir nicht. Ich will den Camino nicht noch einmal abbrechen. 


Mit mir in der Herberge ist eine nervöse Koreanerin. Sie hat starke Bauchschmerzen aus Angst vor dem Camino. Sie hat mich mit Fragen durchlöchert, nachdem ich ihr gesagt hatte, dass ich schon gepilgert sei. Sie tut mir ja schon ein bisschen leid und ich hoffe sehr, dass sie vor allem die erste Etappe packen wird. 


Ich freue mich auf meine morgige Etappe von Roncesvalles nach Larasoaña. Rund 26km liegen vor mir an meinem ersten Tag. Ich freue mich, wieder zurück auf dem Camino zu sein. 


Bis morgen! 

Mit diesem Flugzeug flog ich nach Paris und dann in einem ähnlich "grossen" Flugi nach Biarritz. Mit dem Bus nach Bayonne und dann mit dem Zug nach Saint Jean Pied de Port.
Mit diesem Flugzeug flog ich nach Paris und dann in einem ähnlich "grossen" Flugi nach Biarritz. Mit dem Bus nach Bayonne und dann mit dem Zug nach Saint Jean Pied de Port.
In der öffentlichen Herberge ist es zwar ungeheizt, aber es gibt Wolldecken. Ich hoffe, die Flöhe und Bettwanzen lassen mich dieses Mal in Frieden.
In der öffentlichen Herberge ist es zwar ungeheizt, aber es gibt Wolldecken. Ich hoffe, die Flöhe und Bettwanzen lassen mich dieses Mal in Frieden.