Die Nacht in einem weiteren Kühlschrank war nicht schlecht. Ich schlief gut und tief bis um 07:30. Jordan und John waren die ersten, welche wach waren und aus ihren Schlafsäcken krochen. Wie üblich lagen Carles und ich noch in unseren. 

Doch gegen 08:00 zog es dann mich und wenig später auch Carles in die Küche. 


Der Erste, der sich auf den Weg machte, war Jordan. Dann begab sich John auf den Camini zurück und ich wanderte zuerst zu einem Cafe, um zu frühstücken. Einen Tee Roja und ein Stück Tortilla de patata bildeten zusammen mein erstes Mahl. 


Ich pilgerte sehr gemütlich Richtung Logroño. Ich wollte dort mein Mittagessen einnehmen und deswegen wollte ich nicht zu früh dort sein. 

Die Nacht in einem weiteren Kühlschrank war nicht schlecht. Ich schlief gut und tief bis um 07:30. Jordan und John waren die ersten, welche wach waren und aus ihren Schlafsäcken krochen. Wie üblich lagen Carles und ich noch in unseren. 

Doch gegen 08:00 zog es dann mich und wenig später auch Carles in die Küche. 


Der Erste, der sich auf den Weg machte, war Jordan. Dann begab sich John auf den Camino zurück und ich wanderte zuerst zu einem Cafe, um zu frühstücken. Ein Tee Roja und ein Stück Tortilla de patata bildeten zusammen mein erstes Mahl. 


Ich pilgerte sehr gemütlich Richtung Logroño. Denn ich wollte dort mein Mittagessen einnehmen und deswegen nicht zu früh dort sein. 

In Logroño gönnte ich mir ein unglaublich tolles Mittagessen. Für 14€ ass ich Hamburger, Pommes, Salat und Spiegeleier und trank eine Cola dazu. Ich war gesättigt und motiviert, um den weiteren Weg nach Navarette anzugehen. Ich mochte den Weg aus Logroño schon vor 2 Jahren nicht. Und so war es auch dieses Mal. Verkehr, Gestank und einfach viel zu viel für mich persönlich. Deswegen übernachte ich dieses Mal auch nicht in Logroño. So muss ich am nächsten Tag nicht als Erstes diesen Abschnitt bewältigen. Die Sonne schien inzwischen sehr stark und ich kaufte mir eine Sonnenbrille. Ich neige dazu, Sonnenbrillen auf dem Camino zu verlieren. Vielleicht ist es dieses Mal anders wenn ich sie auf dem Weg kaufe. Wir werden sehen.


Weitere drei Kilometer später stand ich dann endlich an dem kleinen See in dem grossen Erholungspark direkt ausserhalb von Logroño. Ich genoss die Aussicht und ging meinen Gedanken nach. 

Die Weinreben von Rioja
Die Weinreben von Rioja

Ich pilgerte weiter durch den Park und kam bald zu einem meiner Lieblingsabschnitte des Camino Frances. Bergauf durch die Weinreben von Rioja. Inzwischen war ich ja nicht mehr in der Region Navarra, sondern Rioja. Ich trinke sehr gerne Wein. Von hier kommt also die Rioja Traubensorte. 


Ich schaute nochmals zurück nach Logroño und wanderte entlang der Autobahn, wo am Zaun einige Kreuze durch Pilger hingehängt wurden. Dieses Mal hängte ich keines hin. Ich genoss einfach das Anschauen der dort hängenden Werke.


Wie viele Pilger waren schon hier? Einige.
Wie viele Pilger waren schon hier? Einige.

Kurz vor Navarette sass Jordan auf einer Steinmauer und ruhte sich aus. Direkt neben der Ruine einer historischen Pilgerherbe. Er schwärmte ebenfalls vom heutigen Tag und klagte jedoch über Schmerzen in seinem linken Knie. Er läuft mit einer Schiene den Camino. Gemeinsam pilgerten wir dann nach Navarette hoch und wurden in der Herberge freudig von Carles und John erwartet. 


Im grossen Schlafraum hat es jedoch nur Platz für fünf Pilger und vier Betten waren bereits besetzt. Zwei von Carles und John und die anderen beiden von einer Koreanerin und einer Texanerin. Das Doppelzimmer kostet für eine Person allein 20€. Jordan sagte, ich könne gerne im Schlafraum übernachten. Er würde die 20€ bezahlen. Ich bot ihm an, das Zimmer zu teilen. Zu zweit kostet das Doppelzimmer nämlich 25€ und geteilt durch zwei 12.50€. Jordan freute sich über den Vorschlag. Und wisst ihr was? Die Wände im Doppelzimmer sind lila. Hihi.


Ich ging nach der Dusche unser Abendessen einkaufen. Unterwegs beantwortete ich Sprachnachrichten meiner Freundin und hob Geld ab. Leute, ich spare echt eine Menge Geld hier. Zuhause werde ich mir neue Sommerpilgerschuhe kaufen von dem gesparten Geld. Das habe ich heute beschlossen. 


Inzwischen ist es nach 22:00 und ich lege mich bald ins Bett, um noch etwas zu lesen. Morgen geht es nach Azofra. Mir geht es blendend. Und ich bin endlich zu 150% im Camino-Feeling angekommen. Noch 3.5 Wochen darf ich das leben. Toll!


Trotzdem vermisse ich vor allem meine Freundin. Es ist beides. Ich freue mich, den Camino zu gehen, doch kann ich es auch kaum erwarten, meine Freundin wieder in die Arme zu schliessen. Ich geniesse den Camino in vollen Zügen und beeile mich keines Falles, um schneller Zuhause zu sein. Aber die Gedanken sind jeden Abend vor dem Einschlafen bei Ramona. 


Erkenntnis des Tages:

In Spanien kann auch im Januar Sommer sein.